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Lithium-Elektro-Hubwagen: Der Preisunterschied ist gering, der Versandaufwand nicht

Kaufratgeber

Immer mehr unserer Kunden fragen nach Lithium. Vor einigen Jahren war die Batterie noch der Grund, abzulehnen: Die Lithium-Version eines Geräts kostete deutlich mehr als die Blei-Säure-Variante. Dieser Abstand ist geschrumpft. Bei den meisten Hubwagen und Hochhubwagen lautet die Frage nicht mehr, ob Sie sich Lithium leisten können, sondern warum das Frachtangebot anders aussieht und warum Ihr Spediteur plötzlich mehr Unterlagen verlangt.

Die Antwort ist einfach: Eine Lithiumbatterie reist als Gefahrgut. Dieser Ratgeber erklärt, was sich dadurch ändert, welche Dokumente Sie benötigen und wie Sie eine Lithium-Bestellung so einfach versenden wie jede andere.

Der Preisunterschied ist nicht mehr das Problem

Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) sind bei Lagergeräten zum Standard geworden, und ihr Preis ist rasch gesunken. So viel kostet die Lithium-Option bei drei unserer eigenen Geräte im Vergleich zur Standard-Blei-Säure-Batterie. Die Beträge entsprechen unserem Aufpreis gegenüber der Blei-Säure-Version, umgerechnet aus RMB zum aktuellen Wechselkurs.

GerätStandard-Blei-SäureLithium-OptionLithium-Aufpreis, April 2024Lithium-Aufpreis heute
Mitgänger-Hubwagen SL20GE24 V / 210 Ah24 V / 150 Ahca. USD 270ca. USD 100
Hochhubwagen mit Standplattform CLGA24 V / 210 Ah24 V / 150 Ahca. USD 370ca. USD 210
Dreirad-Gegengewichtsstapler E-GS24 V / 400 Ah24 V / 200 Ahca. USD 510kein Aufpreis

Die kleinere Amperestunden-Angabe der Lithium-Akkus ist kein Trick. Blei-Säure-Batterien sollten nur bis etwa zur Hälfte ihrer Kapazität entladen werden, während Lithium 80–90% davon nutzen kann. Deshalb leistet der 150-Ah-Lithium-Akku im Hubwagen und im Hochhubwagen pro Ladung etwa dasselbe wie die 210-Ah-Blei-Säure-Batterie. Der 200-Ah-Akku im Gegengewichtsstapler speichert etwas weniger nutzbare Energie als die 400-Ah-Blei-Säure-Batterie. Für eine Schicht mit Zwischenladen in den Pausen reicht das; für lange Dauerschichten fragen Sie uns nach einem größeren Akku.

Gemessen an den Einsparungen — kein Wassernachfüllen, kein Batterieladeraum, Zwischenladen und keine zweite Batterie für die zweite Schicht — sind ein- oder zweihundert Dollar wenig. Die Rechnung im Detail finden Sie in Blei-Säure oder Lithium? Die Fünfjahreskosten einer Flurförderzeug-Batterie.

Die Kosten, mit denen Käufer nicht rechnen, stecken in der Logistik. Eine Lithiumbatterie wird als Gefahrgut versandt, ganz gleich, ob sie im Gerät eingebaut oder separat verpackt ist.

Auf See ist ein Lithium-Gerät Gefahrgut

Lithium-Ionen-Batterien sind nach dem IMDG-Code, dem Regelwerk für Gefahrgut auf See, Gefahrgut der Klasse 9. Was sich ändert, ist die UN-Nummer in den Papieren:

Was Sie versendenÜbliche Deklaration
Gerät mit eingebautem Lithium-AkkuUN 3556, Fahrzeug, angetrieben durch Lithium-Ionen-Batterie
Lithium-Ersatzakkus, separat verpacktUN 3480, Lithium-Ionen-Batterien
Kleines Gerät mit eingebautem Akku, als Ausrüstung eingestuftUN 3481, Lithium-Ionen-Batterien in Ausrüstungen

Seit dem 1. Januar 2026, als Amendment 42-24 zum IMDG-Code verbindlich wurde, darf der alte Eintrag UN 3171 (“batteriebetriebenes Fahrzeug”) nicht mehr für Fahrzeuge mit Lithiumantrieb verwendet werden. Buchungen, die ihn noch verwenden, können sich verzögern oder abgelehnt werden. Wenn Ihr Spediteur oder eine alte Lieferantenvorlage für ein Lithium-Gerät UN 3171 angibt, lassen Sie dies vor der Buchung korrigieren.

Welcher Eintrag für ein bestimmtes Modell gilt, legt dessen Klassifizierungsbericht fest (siehe Dokumente unten). Stimmen Sie ihn daher vor der Buchung mit Ihrem Spediteur ab. Zwei weitere Punkte werden oft übersehen:

  • Ein einziges Lithium-Gerät macht den gesamten Container zur Gefahrgutsendung. In einem gemischten Container mit Blei-Säure- und Lithium-Geräten wird der ganze Container als Gefahrgut gebucht, gekennzeichnet und behandelt.
  • Gefahrzettel und Großzettel. Fahrzeuge mit Lithiumantrieb tragen den Lithiumbatterie-Gefahrzettel der Klasse 9A, und der Container wird mit Großzetteln versehen. Maersk empfiehlt beispielsweise Großzettel an allen vier Seiten des Containers.

Was sich bei der Buchung ändert

SchrittWas Sie bei Lithium erwartet
BuchungDie Reederei muss die Gefahrgutbuchung genehmigen, bevor sie bestätigt wird. Nicht jede Abfahrt, jede Route und jeder Umschlaghafen akzeptiert Klasse 9, daher dauert es länger, Stellplatz zu bekommen.
FrachtDie meisten Reedereien schlagen auf die Seefracht einen Gefahrgutzuschlag auf. Bitten Sie Ihren Spediteur um ein All-in-Angebot, das diesen Zuschlag enthält.
SammelgutsendungenViele Sammelgutspediteure nehmen kein Gefahrgut an. Ein voller Container ist einfacher und am Ende oft günstiger.
BestimmungsortRechnen Sie im Hafen mit Gebühren für die Gefahrgutabfertigung. Transport und Lagerung vor Ort müssen unter Umständen von Unternehmen mit Gefahrgutzulassung übernommen werden.

Die benötigten Dokumente

Ihr Spediteur benötigt die meisten dieser Unterlagen, bevor er buchen kann. Wir erstellen sie für jedes Lithium-Modell, das wir versenden:

  1. UN 38.3-Prüfzusammenfassung für jedes Akkumodell. Jede Lithiumzelle und -batterie muss die Transportprüfungen nach UN 38.3 bestehen, und die Prüfzusammenfassung muss allen Beteiligten der Transportkette zur Verfügung stehen.
  2. Sicherheitsdatenblatt (SDS, MSDS), dessen Transportabschnitt (Abschnitt 14) die korrekte UN-Nummer ausweist.
  3. Transport-Klassifizierungsbericht eines anerkannten Prüflabors in China. Chinesische Häfen und Reedereien verlangen ihn für Lithiumsendungen, und er muss mit der UN-Nummer in der Buchung übereinstimmen.
  4. Gefahrguterklärung, vom Versender für die jeweilige Sendung ausgestellt.
  5. Container-Packzertifikat, das beim Beladen des Containers unterzeichnet wird und bestätigt, dass die Ladung korrekt gepackt, gesichert, gekennzeichnet und mit Großzetteln versehen ist.

Luftfracht: lohnt sich fast nie

Hin und wieder möchte ein Kunde einen Ersatzakku per Luftfracht. Das ist möglich, aber die Regeln sind streng. Lithiumbatterien, die allein versandt werden (UN 3480), dürfen nur mit Frachtflugzeugen befördert werden, und zwar mit einem Ladezustand von höchstens 30%. Seit dem 1. Januar 2026 begrenzen die IATA-Vorschriften auch Batterien, die mit oder in Geräten versandt werden, sowie batteriebetriebene Fahrzeuge auf 30% Ladezustand. Ein Hubwagen-Akku liegt weit über der Größe, ab der diese Grenzen gelten. Das Gerät selbst per Luftfracht zu schicken, lohnt sich selten.

Günstiger ist es, vorauszuplanen: Bestellen Sie einen Ersatzakku zusammen mit den Geräten, dann reist er im selben Container.

Fünf Tipps für einen reibungslosen Lithium-Versand

  1. Packen Sie Ersatzakkus in denselben Container wie die Geräte. Der Container ist ohnehin als Gefahrgut gebucht; die Ersatzakkus bedeuten zwar mehr Papierkram, aber keine zusätzliche Buchung.
  2. Beauftragen Sie einen Spediteur, der jede Woche Gefahrgut verschifft. Klären Sie das vor der Bestellung, nicht erst, wenn die Ware bereitsteht. Ein Spediteur, der selten mit Klasse 9 zu tun hat, arbeitet langsam und teuer.
  3. Buchen Sie früher als bei einer Bestellung mit Blei-Säure-Batterien. Rechnen Sie einige Tage zusätzlich für die Gefahrgutfreigabe ein, auf Routen mit wenigen Abfahrten auch mehr.
  4. Setzen Sie auf volle Container. Wenn Sie nur wenige Geräte kaufen, kombinieren Sie sie mit anderen Modellen in einem Container, statt sie als Teilladung zu verschicken. Sehen Sie, wie wir einen gemischten 40HQ planen.
  5. Nennen Sie uns frühzeitig Ihren Zielhafen. So können wir prüfen, welche Reedereien auf dieser Route Lithium annehmen, bevor Sie sich festlegen.

Wenn die Geräte eintreffen, laden Sie jeden Akku vor der ersten Schicht vollständig auf und befolgen Sie die Lagerungshinweise in der Betriebsanleitung, falls die Geräte vor der Inbetriebnahme noch eine Weile stehen.

Lohnt sich Lithium trotzdem?

Für die meisten Käufer: ja. Der Versand macht mehr Arbeit, doch diese fällt einmal pro Bestellung an und wird größtenteils von Fachleuten erledigt, die das täglich tun. Die Einsparungen im Lager dagegen wirken über Jahre. Wenn Sie sich Lithium seit der Zeit, als der Preis das Hindernis war, nicht mehr angesehen haben, lohnt sich ein zweiter Blick. Worauf Sie beim Akku selbst achten sollten, lesen Sie in Lithium-Ionen-Batterien für Flurförderzeuge. Die passenden Geräte finden Sie bei unseren Elektro-Hubwagen. Oder senden Sie uns Ihre Modelle und Ihren Zielhafen, und wir sagen Ihnen, was die Sendung mit sich bringt.

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